zplit.com     
Hotel & Ferienwohnung Nordsee
 Wellness Urlaub
Hier haben Sie die möglichkeit ein Wellness Urlaub zu suchen ob hier an der Nordsee, Ostsee, in ganz Deutschland oder auf der ganzen Welt. Die Datenbank hat fast für jedes Land die passende Wellnessreisen für Sie im Angebot. Sie können bis zu 55% Ihrer kosten sparen wenn sie übers Internet Ihre Wellness Reise buchen. Sollte Sie einmal keine passende Wellnessreise an der Nordsee oder sonst wo auf der Welt  finden, so können Sie uns gerne anrufen. Einfach auf die Wellness Buchungsmaske klicken und es öffnet sich ein neues Fenster.
Wellness Reisen im vergleich
zur Buchungsmaske
Ostseeküste - Föhr
Deutschsprachige werden versucht sein, das Wort "Föhre" zugrundezulegen. Ursprünglich stammt der Inselname vom friesischen Feerlunn, was "trockenes Land" heißt. Da hier jedoch wieder eine Assoziation mit der Föhre besteht, bewegt man sich vielleicht im Kreis und kommt letztlich wieder beim Baum an. Gemeint ist auf alle Fälle Föhrs Geestrücken, denn andern orten ist es weder trocken noch gibt es Föhren. Die frühe Geschichte Föhrs läuft mit derjenigen Amrums völlig parallel, so dass eine separate Beschreibung müßig wäre. Auch die erste urkundliche Erwähnung Föhrs im "Erdbuch" Waldemar 11. von Dänemark stimmt mit Amrums Datum (1231) überein. Anno 1252 gab es das erste und einzige Mal Krach auf Föhr. Der Dänenkönig Abel wollte eine Steuererhöhung durchsetzen und versuchte es mit Gewalt. Abels Heer wurde auf dem Königskamp bei Oldenswort vernichtend geschlagen, er selbst fand den Tod. Seither arrangierte sich das Dänenreich mit den bockigen Insulanern auf der Basis widerwilligen Respekts, und wie die Amrumer war mancher Föhrer gar nicht so glücklich, als die Insel 1864 endgültig an das Deutsche Reich überging. Noch heute stimmen viele Inselbewohner für die sogenannte Dänenpartei, ein Anachronismus, der im Bindestrichland weiterhin Bestand hat. Ost-Föhr geriet seit Ende des 14. Jahrhunderts allerdings zunehmend unter "deutschen" Einfluss, denn das Herrschaftsgebiet der Grafen von Holstein dehnte sich bis dorthin aus. Entsprechend vollzog sich die Entwicklung der beiden Inselhälften unterschiedlich — wenn auch nicht sehr. Mehr dänisches Vokabular floss in den friesischen Wortschatz der "Wessis", mehr deutsches in den der Ostler, ohne dass man sich indes mit einem der fremden Herren identifiziert hätte. Nur wenn es ans Deichen ging, ließ man sich schon mal organisiert ins Feld führen. Von 1572 an wurden zwei Jahrhunderte lang diverse Verordnungen auf diesem Gebiet erlassen, und die Föhrer fügten sich willig in das Unabänderliche. Denn die schrecklichen Erinnerungen an die "Grote Manndränke" von 1362 wirkten noch lange nach. Zwar war Föhr dabei relativ glimpflich davongekommen. Doch die Insel hatte an Substanz verloren. Wattfunde im Umfeld Föhrs deuten darauf hin, dass sich Kulturland einst weit über die Grenzen der heutigen Insel erstreckte, wahrscheinlich sogar bis nach Amrum. Auch die Reformation zu Beginn des 16. Jahrhunderts ging weitgehend problemlos über die Runden. Nur aus Utersum wird berichtet, es habe bei einer Kindtaufe Streit zwischen den Anhängern der beiden Glaubensrichtungen gegeben. Der Nieblumer Mönch Pake ritt darauf nach Amrum, um die dortigen Insulaner der Treue gegenüber der alten Kirche zu verpflichten. Er soll zuvor geschworen haben, "nicht lebendig wiederzukommen, wenn er nicht die wahre Lehre verträte". Zurück auf Föhr wurde der fromme Pater vom Pferd geworfen und brach sich das Genick. Das "Gottesurteil" besiegelte den Einzug des Luthertums nach Föhr endgültig. Borkum, Amrum, Föhr. Hier kamen die Seefahrer her, die, beginnend im 17. Jahrhundert, ins ferne Eismeer aufbrachen, um den Wal zu jagen. "Ihrer viel ernähren sich mit dem Wallfischfange", beschreibt der Husumer Chronist Danckwerth die Abenteurer jener Zeit, "denn sie fahren jährlich hinüber hinter Island und Norwegen, an Grönland und Spitzberge, auf sothan Wallfischfang, welche sonst unsaubere Hantierung ihnen gut Geld in den Beutel trägt..." Die "unsaubere Hantierung", als die man sie heute endgültig abqualifiziert hat, erlahmte mit der Dezimierung der Wale, und auf Föhr war bald alles wieder beim alten. Schlimmer noch. Während die Männer — oft jahrelang — auf See waren, konnte auf der Insel nur sehr beschränkt Landwirtschaft betrieben werden. Als Folge musste man Nahrung importieren. Daran änderte sich nichts, als die Seeleute zurückkehrten. Was hält schon einen jungen Mann mit dem Glanz der Ferne in den Augen auf dem Bauernhof? Die Föhrer Seefahrer wanderten in alle Welt ab. Unter allen Flaggen waren sie zu finden, auf jedem Kontinent. Selbst auf der legendären Marie Celeste waren zwei Föhrer Jungs, die mit der Crew spurlos verschwanden. Den endgültigen Ausschlag gab die mörderische Flut von 1825. Nicht nur die flache Marsch ging in den Wassern unter, selbst die Geestküste geriet in Bedrängnis; bei Nieblum drohte die Insel entzweizureißen. Die Deiche wurden nach dieser Katastrophe zwar weiter erhöht, aber nichts war mehr so recht wie vorher. Eine große Auswanderungswelle setzte ein. Die meisten Emigranten gingen in die Vereinigten Staaten. Viele Föhrer Familien haben heute "drüben" Verwandte, vornehmlich in New York und Kalifornien. "Unsere Beziehungen mit den USA sind intensiver als mit Deutschland", sagte mir ein Alteingesessener allen Ernstes und wies auch — nicht minder ernst — auf exzellente Relationen mit China hin, zu denen frühere Föhrer Handelsschiffer den Grundstein gelegt hatten. Die Bande mit den "deutschen Nachbarn" wurden allerdings bereits 1819 enger geknüpft, als Wyk Seebad wurde — Nordfrieslands ältestes — und der Tourismus in Gang geriet. Aber die Weltanschauung von Leuten, die, frei nach Alexander von Humboldt, die Welt auch tatsächlich angeschaut hatten und deshalb in breiteren Bahnen zu denken vermochten, war von den Föhrern in das neue Zeitalter transponiert worden. Und da findet man sie heute noch.
 Länderinfos
 Länderportal
 
Hotelblog
 
Newsletter
 Rund ums Reisen
 Wetter Information
 Mietwagen
 Versicherung
 Impfungen
 Reisewarnungen
 Krankheiten
 Die Schwarze Liste
 Veranstalter AGB´s
 
 Kontakt | Impressum | AGB | © Touristikpartner 2010