Romantik Urlaub zu zweit
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Langeneß
Auf Karten und in Büchern kann man heute noch vielfach die
Bezeichnung "Nordmarsch Langeneß" finden. Das hat darin seine
Bewandtnis, dass die heutige Hallig früher aus drei Teilen bestand:
Butwehl, Nordmarsch und eben die "lange Nase". Die drei Eilande
waren durch breite Wasserläufe getrennt, wuchsen im Lauf der Zeit
jedoch allmählich zusammen; der Mensch half nach. Bis 1941 war
Nordmarsch noch eine selbständige politische Gemeinde. Die
Gewohnheit, diesen Namen auch weiterhin zu verwenden, blieb daher
noch lange am Leben. Der erste Pastor kam 1666 nach Langeneß, bis
dahin gingen die Langenesser nach Oland zur Kirche, die Butwehler
nach Gröde. Die Nordmarscher bauten sich bereits 1599 eine eigene
Kirche, nachdem sie es leid waren, zum Gottesdienst jedesmal nach
Föhr zu reisen. Diese Kirche, sowie auch ihre Nachfolgerinnen aus
den Jahren 1684 und 1732, ist heute verschwunden. Der Taufstein aus
dem 13. und das Kruzifix aus dem 17. Jahrhundert wurden Teil der
Langenesser Kirche. Diese wurde 1894 neu erbaut, nachdem auch ihre
Vorgängerinnen von 1666 und 1725 zu Staub zerbröselt waren. In der
neuen Kirche findet man allerlei Kurioses aus fünf Jahrhunderten. In
der Blütezeit des Walfangs um die Wende ins 18. Jahrhundert
überboten sich Langenesser Kapitäne im Bemühen, das Innere der
Kirche möglichst prunkvoll auszustatten. Erhalten aus dieser Zeit
ist u. a. das schöne Deckengemälde. Andere Votivgaben aus diesem
Jahrhundert wurden ebenfalls in der Kirche untergebracht. Die Kirche
befindet sich — wo sonst — auf der Kirchwarft ungefähr in der
Inselmitte.