Plovdiv ( 223 000 Einw.), das einstige Philippopel, ist die
zweitgrößte Stadt des Landes, in der Thrakischen Ebene schön zu
beiden Seiten der Marica gelegen. Seinen besonderen Reiz erhält es
durch sechs im Stadtgebiet aus der Ebene aufragende Hügel, über
deren drei östliche sich die malerische Altstadt erstreckt.
Denkmal der sowjetischen Befreiungsarmee. Mit seinen zahlreichen
Fabriken ist Plovdiv von großer Bedeutung für die bulgarische
Wirtschaft. Alljährlich findet hier eine vielbeachtete
Internationale Mustermesse statt. Sehenswürdigkeiten: Im
Archäologischen Museum ist u. a. der „Goldschatz von Panagjurike"
(4. Jh. v. Chr.) ausgestellt, der zu den wertvollsten antiken
Goldfunden zählt. Das Ethnographische Museum gibt einen guten
Überblick über die bulgarische Volkskunst. Sehenswert sind ferner
viele schöne Häuser der Altstadt, darunter das Georgiadis-Haus
(1846) und das Lamartine-Haus (1830), die alte türkische Moschee
(14./ 15. Jh.), die Marienkirche (1853) und ein türkischer Uhrturm.
Das 30 km entfernte Baekovo-Kloster ist eines der besuchenswertesten
Klöster des Landes, schön in den Rhodopen gelegen. Die einzelnen
Bauten, z. T. mit bedeutenden Fresken, entstanden zwischen dem 11.
und 19. Jahrhundert. Außerdem gibt es in der Umgebung u. a. den
Gebirgskurort Vassil Kolarov (auch Pamporovo genannt; 84 km) sowie
die Thermalbäder Narejen (44 km), Velingrad (58 km) und Hissarja (42
km).