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Hotel & Ferienwohnung Nordsee
Bulgarien
Lage: Bulgarien nimmt die östliche Hälfte der Balkanhalbinsel ein. Im Westen grenzt es an Jugoslawien, im Norden an Rumänien, im Süden an Griechenland und die Türkei. Im Osten bildet das Schwarze Meer die Grenze. Das Reiseziel Bulgarien ist in jüngster Zeit vor allem durch seine modernen Kurortkomplexe an der Schwarzmeerküste bekannt geworden. Doch das in seiner Bodengestaltung sehr abwechslungsreiche Land hat auch außerordentliche Naturschönheiten zu bieten, viele malerische Städte, eindrucksvolle Ausgrabungen und Museen. Seine erste Blütezeit erlebte Bulgarien im 1. und 2. Jahrhundert unter den Römern. Von 681 bis 1018 war es selbständig, stand dann unter byzantinischer Herrschaft und erreichte mit dem Zweiten Bulgarischen Reich (1181-1396) den Höhepunkt seiner mittelalterlichen Geschichte. Auf die fast 500jährige Türkenherrschaft folgte die Selbständigkeit: 1878 wurde Bulgarien Fürstentum, 1908 Königreich und 1946 Volksrepublik. Nach der 1947 in Angriff genommenen Industrialisierung des Landes übertrifft der Produktionswert der Industrie den der Landwirtschaft heute bereits um das Doppelte. Wichtigste Grundlagen der Industrie sind die Vorkommen von Stein- und Braunkohle, von Erdöl und verschiedenen Erzen. — Die Landwirtschaft wurde seit 1947 zu etwa 90% kollektiviert. Wichtigste landwirtschaftliche Erzeugnisse sind Tomaten, Zuckerrüben, Melonen, Weintrauben, Sonnenblumensamen, Baumwolle und Tabak. Reisewege. Fluglinien nach Sofia von Frankfurt/M. (rd. 3 Stunden), München, Wien, Zürich und Berlin (Ost). Außerdem Charterflüge nach Varna und Burgas. — Der „Istanbul-" und der „Tauern-Orient-Express" brauchen von München nach Sofia etwa 25 Stunden. — Für den Kraftfahrer sind es von München (über Zagreb und Belgrad) nach Sofia etwa 1400 km. Staatsform: Die Volksrepublik Bulgarien (Narodna Republika Batgarda) ist in 27 Bezirke und die bezirksfreien Städte Sofia, Plovdiv und Varna eingeteilt. Das aus einer Kammer bestehende Parlament, die Nationalversammlung (Narodnobranje), wird alle vier Jahre von den über 18 Jahre alten Staatsbürgern gewählt, und es wiederum wählt ein 19köpfiges Präsidium, das die Rechte und die Pflichten eines Staatsoberhaupts hat, und außerdem den 34köpfigen Ministerrat. Dessen Vorsitzender ist gleichzeitig 1. Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Bulgariens. Bevölkerung: Rund 88°/o der Bevölkerung sind Bulgaren, 8°10 Türken, je 2°/0 Mazedonier und Zigeuner. Rund 78°/o sind orthodoxe Christen, 12-14°10 Mohammedaner; außerdem gibt es katholische Minderheiten und 5000 Juden. — Das Bulgarische, das zu den Slawischen Sprachen zählt, wird mit kyrillischen Buchstaben geschrieben. Verkehrswesen: Bulgarien besitzt ein gut ausgebautes Eisenbahnnetz. Auf den wichtigsten und längsten Strecken sind Schlaf- und Speisewagen eingesetzt. — Die Autostraßen befinden sich in gutem Zustand; der größte Teil ist asphaltiert oder gepflastert. — Linienflugzeuge der bulgarischen Luftfahrtgesellschaft TABSO verbinden Sofia, Varna, Burgas, Plovdiv, Stara Zagora, Haskovo und Gorna Orjahovica miteinander. Speisen und Getränke: Einige typische Gerichte sind Gjuvee (Eintopfgericht aus Fleisch und verschiedenen Gemüsen), Kebab (Sammelname für Gerichte mit Fleischragout und Gemüsen), Kebapeeta (gegrillte Hackfleischröllchen), Kjufteta (gebratene Fleischklößchen), Mussaka (Auflauf aus Hackfleisch, Eiern, Kartoffeln und Eierfrüchten), Sarmi (Kohl- oder Weinblattrouladen), ,i,gieta (Schachlik), Sopska salata (gemischter Salat mit Schafskäse) und Ka.ekaval (gelber Schafskäse). — Beliebte Getränke sind u. a. Ajrjan (mit Wasser verdünnter Joghurt), Slivova (Pflaumenschnaps), Mastika (Anisschnaps) und Konjak (bulgarischer Weinbrand), ferner verschiedene Liköre, darunter Roza (Rosenlikör) und Vignovka (Sauerkirschlikör) sowie die ausgezeichneten Weiß-, Rot- und Dessertweine. Feiertage: 1. Januar (Neujahr), 1. und 2. Mai (Tag der Arbeit), 24. Mai (Tag der Erziehung), 9. und 10. September (Tag der Befreiung), 7. November (Tag der Oktoberrevolution). Kleidung: Im Sommer genügt die bei uns übliche Kleidung. Im Frühling und Herbst empfiehlt sich die Mitnahme von Übergangskleidung, vor allem von Wollsachen. Im Winter benötigt man etwas wärmere Kleidung als in Deutschland.
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