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Hotel & Ferienwohnung Nordsee
Brasilien
Lage: Brasilien liegt am Atlantischen Ozean und grenzt nach dem Innern des südamerikanischen Subkontinents hin an alle Länder Südamerikas, ausgenommen Ecuador und Chile. Brasilien ist der fünft größte Staat der Erde und so groß wie alle übrigen südamerikanischen Staaten zusammen. Das Reiseziel Brasilien besteht für die meisten Touristen nur aus der Stadt Rio de Janeiro und einigen Orten, die von dort aus auf Ausflügen zu erreichen sind, für einige andere vielleicht auch noch aus der „grünen Hölle" am Amazonas, von der man aber lieber liest, als dass man sie selbst aufsucht. Mit dem Bild von Rio de Janeiro sind unzertrennlich der Karneval und der Strand von Copacabana verbunden, während Säo Paulo ohne die Schlangen/arm Butantä nicht denkbar ist. Weitere Akzente setzen die modernen Bauten der neuen Hauptstadt Brasilia und die Iguacu-Wasserfälle. Der sehr unterschiedliche Charakter dieser touristischen Attraktionen deutet immerhin ein wenig darauf hin, wie vielgestaltig das riesige Land, das bis auf die Randgebiete für den Tourismus noch eine weiße Fläche ist, sein muss; er lässt aber kaum etwas ahnen von den weiten immer feuchten Regenwäldern Amazoniens, von den Dornbuschsavannen, von den Araukarienwäldern im Südwesten des Landes, von dem Reichtum an Bodenschätzen, die besonders im Brasilianischen Bergland anzutreffen sind, von der beachtlichen Industrie, die sich unter anderem in und um Säo Paulo angesiedelt hat; noch weniger lässt er ahnen von den eigenartigen Sitten und Bräuchen, die bei den Negern von Salvador weiter- leben, von den barocken Bau- und Kunstdenkmälern, z. B. den Propheten des Aleijadinho in Congonhas do Campo, die in portugiesischer Zeit entstanden (Brasilien war von seiner Entdeckung bis 1822 ein Teil Portugals). Das Reiseland Brasilien kann also mit mancherlei Überraschungen aufwarten. Reisewege: Rio de Janeiro und Säo Paulo sind von Frankfurt, Main, Genf und Zürich aus im Direktflug zu erreichen (14-16 Stunden). Die Häfen von Rio de Janeiro und Santos werden von den Passagier- und Frachtschiffen (mit Personenbeförderung) der Lineas Maritimas Argentinas (ab Hamburg und Genua), der Blue Star Line (ab London), der Italia und der Linea „C" (ab Genua), der Zim (ab Marseille), der Royal Mail Lines (ab London), der Ybarra (ab Genua) und der Hamburg Südamerika-Linie (ab Hamburg und Bremen) angelaufen. Die letztgenannte Linie und die Ybarra laufen auch Salvador an. Schiffe des Norddeutschen Lloyd fahren von Hamburg und Bremen aus nach Bagni und den Amazonas aufwärts bis Manaus. Staatsform: Brasilien ist eine präsidiale Bundesrepublik, deren Parlament aus zwei Kammern besteht. Das Land gliedert sich in 22 Bundesstaaten mit eigenen Parlamenten, ferner in vier Territorien und den Bundesdistrikt (Hauptstadt Brasilia mit Umgebung). Bevölkerung: Sie setzt sich aus Weißen (61,7°/o; hauptsächlich portugiesischer, spanischer, italienischer, deutscher und russischer Abstammung), Mulatten (26,6°/o), Negern (11%), Indios und Asiaten (insgesamt 0,7%) zusammen. Landessprache ist Portugiesisch, das allerdings gegenüber dem in Portugal gesprochenen Portugiesisch manche Besonderheiten aufweist. Die Bevölkerung ist zu etwa 94% katholisch. Die stärkste religiöse Minderheit stellen die Protestanten (rund 2,2 Millionen) dar. Verkehrseinrichtungen: Der größte Teil des Landes ist verkehrsmäßig schlecht erschlossen. Am besten erschlossen — und zwar gleichermaßen durch Straßen und Eisenbahnen — sind die Gebiete an der Südostküste, vor allem die Umgebung von Rio de Janeiro und Säo Paulo. Die wichtigste Rolle spielt das Flugzeug; das Flugnetz ist sehr dicht. Das Amazonasgebiet ist, vom Flugzeug abgesehen, auf den Schiffsverkehr angewiesen. Speisen und Getränke: Die Feijoada Completa ist eine brasilianische Spezialität; sie besteht aus gedämpften Schwarzbohnen und reichlich Fleisch — und ist nicht gerade leicht verdaulich. Ausgezeichnet sind auch die Empadinhas de Camaräo (Krabben, Oliven und Palmenmark). Die guten brasilianischen Biere werden vielfach noch heute von bayerischen Braumeistern gebraut. Ein Zuckerrohrschnaps ist der Cachaca (Agua Ardente). Der gute Ton: Die Brasilianer, besonders die Cariocas (so heißen die Einwohner von Rio; man sagt nie Rio de Janeiro), sind wenig formell; dennoch ist es besonders für den Herrn empfehlenswert, sich einigermaßen konservativ zu kleiden (vor allem beim Besuch von Restaurants usw.). Während der Ballsaison (Juni bis September) benötigt man, wenn man nicht abseits stehen will, Abendgarderobe. Während der Karnevalstage ist sozusagen jede Kleidung recht. Feiertage: Neujahr; 6. Januar; Karneval (die drei Tage vor Aschermittwoch); 21. April; 1. Mai; Fronleichnam; 7. September; 1. und 2. November; 15. November. Kleidung: Leichte Sommerkleidung genügt, jedoch sollte man auch ein wärmeres Kleidungsstück nie vergessen. Im Amazonasgebiet benötigt man Tropenkleidung.
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