Afrika ist ein in vielfacher Hinsicht zweigeteilter Kontinent. Die
Sahara scheidet das nördliche Weiafrika vom südlichen Schwarzafrika.
Die Bezeichnung Weiafrika für den Norden besagt vor allem, dass
dieses Gebiet im Gegensatz zum Süden von den frühesten Tagen der
Geschichte an von weißhäutigen Menschen bewohnt wurde, mag es sich
dabei um Nachfahren einer Urrasse handeln, von denen auch die
Europäer abstammen, oder um Semiten und Hamiten oder schließlich um
die im Kolonialzeitalter hier sesshaft gewesenen Europäer. Der
Gegensatz Weiafrika Schwarzafrika war und ist weitgehend auch noch
heute ganz besonders kultureller Natur. Wei- oder Nordafrika war
sehr wahrscheinlich schon in vorgeschichtlicher Zeit ganz nach dem
Mittelmeer ausgerichtet, also mediterran. Nicht zu verkennen sind
die Übereinstimmungen und Ähnlichkeiten zwischen europäischen und
nordafrikanischen Felsmalereien der mittleren Steinzeit und zwischen
den Malereien auf den ältesten Ägyptischen Keramiken und diesen
Felsmalereien. Auch später blieb die mediterrane Bezogenheit
erhalten. Ihr verdankt Nordafrika die Sehenswürdigkeiten, die es zu
einem bevorzugten Ziel von Bildungsreisen machen. Ganz anders ist
die Situation in Schwarzafrika. Wenn es hier auch einige Negerreiche
und Kulturen gegeben hat, so lohnen die Überbleibsel dieser Kulturen
allein kaum eine Reise. In Schwarzafrika sind es vor allem die
natürlichen Sehenswürdigkeiten, die den Touristen locken: prächtige
Seen und Wasserfälle, riesige Nationalparks mit großartigen
Tierbeständen