admin on Mai 20th, 2010

Es gibt drei verschiedene Kategorien von Vögeln, die die Nordsee als Lebensraum benutzen: Brutvögel, die den Sommer an der Nordseeküste verbringen, durchziehende Seevögel, die nur eine relativ kurze Zeit im Nordseeraum verweilen, und Wintergäste, die in der kalten Jahreszeit in den gemäßigten Breiten der Nordsee bleiben, zum Frühjahr aber wieder in die nördlicheren Gefilde übersiedeln. Der bekannteste Küstenbrutvogel ist die Seeschwalbe, zu den Seebrutvögeln zählen die Trottellumme und die Dreizehenmöwe, die ihr ganzes Leben auf der hohen See verbringen und nur zur Brutzeit an die Küste kommen. Sie tauchen im März auf und sind im August wieder verschwunden. Read the rest of this entry »

admin on Mai 19th, 2010

Daß die Klärschlammverklappung der Stadt Hamburg nicht mehr in diesem Gebiet, sondern im Atlantik vorgenommen wird, heißt noch lange nicht, daß keine Klärschlämme mehr in die Nordsee eingeleitet werden. Zahlreiche Rohre von Klärwerken münden weiterhin in die Nordsee und ergießen mehr oder weniger gut geklärte Abwässer in die See. Was die Eindeichungen betrifft, kann man sehr wohl der Meinung sein, Read the rest of this entry »

admin on Mai 18th, 2010

Wenn man diese Entwicklung ins Extrem verfolgen würde, dann sähe es bald so aus: Diese Flachbereiche, in denen sich kleine Sinkstoffe ablagern können, die wattbildenden Bereiche also, werden immer kleiner zugunsten der tiefer liegenden Bereiche, in denen dieser biologische Abbau ja gerade nicht mehr so stattfinden kann. Im Endeffekt ist dann, sehr überspitzt ausgedrückt, ein Zustand erreicht wie bei einer Steilküste. Read the rest of this entry »

admin on Mai 18th, 2010

Immer wieder haben in der Geschichte der Menschheit an der Nordsee verheerende Sturmfluten, sogenannte Jahrhundertflu- ten, schwere Schäden an der Küste angerichtet, oftmals verbunden mit zahlreichen Menschenopfern. Der Kampf des Menschen gegen die Naturgewalten wurde und wird heute vielfach noch als kulturhistorischer Grund für Eindeichungsmaßnahmen und Landgewinnung angeführt. Read the rest of this entry »

admin on Mai 17th, 2010

Bei experimentellen Versuchen der Universität Hamburg hat sich gezeigt, dass die Verzögerung von besonders empfindlichen Embryonalprozessen bei vielen Meerestieren ein sehr häufiges Phänomen als Reaktion auf Öl ist. Die Tiere sterben nicht durch direkte Öl-Vergiftung, nur ihre Entwicklung verzögert sich. Die Embryonen schlüpfen eventuell zu früh oder zu spät, so dass sie zu einer Zeit zur Welt kommen, in der das normale Nahrungsangebot für sie nicht mehr in der gewohnten Form vorhanden ist. Sie werden also in die falsche jahreszeitliche Phase hineingeboren und sterben, weil diese Entwicklungsprozesse sehr genau aufeinander abgestimmt sind. Read the rest of this entry »

admin on Mai 16th, 2010

Die schlickigen Wattgebiete sind ausserordentlich nahrungsreich und bilden die Grundlage für eine einzigartige Organismenstruktur. Die Tiere und Pflanzen, die sich diesem Lebensrhythmus angepasst haben, finden hier ihren »Garten Eden« und können sich optimal entwickeln. Read the rest of this entry »

admin on Mai 16th, 2010

Ökologisch gesehen gehört die Nordsee zu den produktivsten Meeresgebieten überhaupt. Die gute Nährsalzversorgung bildet die Grundlage für eine enorme pflanzliche und tierische Produktion. Das zeigt sich ganz deutlich an den Fischfangerträgen: Die Nordsee hat bei einem Flächenanteil von 0,002 Prozent der Weltmeere einen Anteil am Weltmeeresfischfang von 4,3 Prozent. Umgerechnet liefert die Nordsee pro Hektar Wasserfläche etwa 50 Kilogramm Fische und Schalentiere, die übrigen Weltmeere nur etwa zwei Kilogramm pro Hektar. Nur der untere Bodensee übertrifft die Fischproduktivität der Nordsee mit 70 Kilogramm pro Hektar. Read the rest of this entry »

admin on Mai 15th, 2010

1953 traten bei der Bevölkerung und bei Katzen erstmals rätselhafte Krankheitsbilder auf, bis im Jahre 1956 diese Krankheit zu grassieren begann. Man nahm zunächst eine ansteckende Hirnhautentzündung an. Read the rest of this entry »

admin on Mai 14th, 2010

In den niederländischen Nordseehäfen laden sich nicht nur die erwähnten Säuretanker den Schiffsbauch voll mit chemischen Abfallstoffen zur Verklappung auf See. Eine kleine Flotte von Verbrennungsschiffen fährt hauptsächlich von Rotterdam aus regelmässig auf die Nordsee hinaus und verbrennt chemische Abfälle. Read the rest of this entry »

admin on Mai 14th, 2010

Obwohl gegenwärtig in die Nordsee von keinem Anrainerstaat Rotschlamm eingebracht wird, bedroht dieser Industrieabfall zumindest potentiell die Nordsee. Zur Zeit wird Rotschlamm auf Landdeponien abgelagert, wenn diese jedoch überfüllt sind, besteht die Gefahr, dass trotz der bisher gemachten negativen Erfahrungen Anträge auf Genehmigung zur Rotschlammverklappung eingehen werden. Rotschlamm ist ein Abfallprodukt, das bei der Aluminiumgewinnung aus Bauxit zurückbleibt. Er fällt in Mengen von einer halben bis einer Tonne pro gewonnener Tonne Aluminium an. Rotschlamm ist stark alkalisch. Read the rest of this entry »