40 000 Einwohner, 154 km nördlich von Bangkok. Man erreicht die Stadt entweder mit dem Bus, dem Auto oder dem Zug Richtung Chiang Mai, durch die Reisfelder im Chao-Phya-Delta. Lopburi war bereits im 6. Jh. ein bedeutsames Zentrum, vom 10. bis 13. Jh. gehörte die Stadt zum Khmer-Reich, wobei sich im 12./13. Jh. ein eigenständiger, typischer Stil herausbildete.Um 1350 kam Lopburi unter die Herrschaft der ThaiKönige von Ayuthya. Im 17. Jh. wurde es Zweite Hauptstadt von Siam. Dort hielt sich der Hofstaat in einer königlichen Residenz während der Regenzeit auf. Zur Zeit Narais (1657-1688) schmückte der griechische Kanzler Konstantin Phaulkon die Stadt mit Palästen und Festungsanlagen, wie sie damals in Europa üblich waren. Nach der Eroberung durch die Birmanen und dem Ende des Ayuthya-Reiches verlor Lopburi seine Bedeutung. Aus der Khmer-Zeit (13. Jh.) stammt Prang Sam Yot. Die in typischer kambodschanischer Bauweise errichteten drei Prangs aus rotem Lateritstein, ursprünglich ein Symbol der Hindu-Gottheiten Brahma, Vishnu und Shiva, wurden unter König Narai zu einem buddhistischen Heiligtum umgestaltet. Wat Phra Sri Mahathat, die große Tempelanlage aus dem 12. Jh. (südlich des Bahnhofs), wurde während der Sukhothai- und Ayuthya-Periode mehrfach restauriert und erweitert. Etwas weiter westlich, mitten im alten Stadtzentrum, steht Prang Kaek, ein kleiner Hindu-Schrein mit typischen, indisch geprägten Reliefs. Am bemerkenswertesten ist der Narai-Rachanives-Palast, den König Narai von 1665 bis 1677 sowohl in europäischer als auch in einheimischer Bauweise errichten ließ. Durch das Nordost- Tor kommt man in den äußeren Bereich des von Mauern umgebenen Palastkomplexes. Vorbei an den Lagerhallen, der Empfangshalle für ausländische Besucher, einer privaten Audienzhalle und den Stallungen gelangt man in den inneren Palast der königlichen Residenz. Ein Teil dieser Gebäude wird als Museum genutzt. In der zentralen Halle empfing König Narai unter anderem Gesandte des französischen Hofes. Von den europäischen Beratern des Königs spielte v. a. der Grieche Phaulkon als Minister eine zentrale Rolle. Seine Residenz, die ehemalige französische Botschaft wie auch die Ruinen der katholischen Kirche stehen nördlich des Palastes.
102 000 Einwohner, 264 km nordwestlich von Bangkok. Hier fließen die Flüsse Nan und Ping zusammen und bilden den Chao Phya. Die Stadt hat den wichtigsten Flughafen Mittel-Thailands. Am Stadtrand steht ein buddhistischer Bergtempel, im Ort eine ostpakistanische Moschee. Der Boraphet-See, 20 km östlich, wurde zum Vogelschutzgebiet erklärt. Nordwestlich der Stadt findet man in verschiedenen Kalksteinformationen mehrere buddhistische Höhlentempel.