129 km westlich (34 000 Einw.). Der Na- me kommt von den Erzgruben, in denen Gold, Silber, Zinn und Eisen, vor allem aber Wolfram abgebaut werden. Diese Gruben sind die Quelle des Reichtums der Stadt und der Provinz. Kanchanaburi liegt am Zusammenfluß von Kwae Yai und Kwae Noi, die hier den Maeklong- Fluß bilden. Der Kwae Yai wurde als
River Kwai weltbekannt, nachdem die Geschehnisse der Kriegsjahre 1942/43 nach dem Buch von Pierre Boulle verfilmt wurden: Die Japaner, mit Thailand verbündet, versuchten, von Ban Pong eine Eisenbahnlinie in Richtung Birma zu bauen, um den Nachschub für die dortigen Streitkräfte zu sichern. Unerbittlich trieben sie Tausende von alliierten Kriegsgefangenen an, die 400 km lange Strecke fertigzustellen, zu der auch die Brücke über den River Kwai gehörte. Die berühmte Brücke liegt im Nordwesten von Kanchanaburi. Die Japaner ließen von Gefangenen und 100000 unter den Einheimischen rekrutierten Zwangsarbeitern eine Holzbrücke bauen (die später durch eine Brücke aus Stahl ersetzt wurde). 1945 wurde der Oberbau durch alliierte Bomber zerstört und später von der thailändischen Bahnverwaltung wieder erneuert. Die Pfeiler des Unterbaus der „Todesbrücke” aber
sind erhalten geblieben. Auf zwei Friedhöfen von Kanchanaburi (im Norden und südöstlich der Stadt) sind die 6844 Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter begraben, die beim Bahnbau ihr Leben ließen. In der Stadt erinnert ein Museum (in einem Tempel) an die Lebensbedingungen der Kriegsgefangenen. Mit der Eisenbahn kann man einen Ausflug bis zur Endstation Nam Tok (Übernachtungsmöglichkeiten in Bungalows und „Schwimmenden Hotels” entlang des Flusses; am Wochenende Sonderfahrten ab Thonburi-Bahnhof) unternehmen. Von hier führt ein Weg zum 1 km entfernten Khao-Phang-Wasserfall. Auf dem Weg nach Nam Tok passiert man Ban Kao, wo man Gräber aus der Jungsteinzeit fand. Aus den Grabbeigaben konnte auf eine enge Verbindung der Steinzeitbevölkerung Thailands mit jener des Malaiischen Archipels geschlossen werden. Einige Ausgrabungsstücke können in einem kleinen Museum (2 km westlich des Dorfes) besichtigt werden. Ca. 30 km nördlich von Nam Tok erstreckt sich der Sai-Yok- Yai-Nationalpark (Straßenverbindung oder per Boot). Ab Kanchanaburi bieten sich weitere Ausflugsziele an: der Erawan-Nationalpark am Kwae Yai, die Saphirminen von Bophloi und die neuen, großen Tempelanlagen Wat Tham Kao Noi und Wat Tham Sua auf Hügeln 13 km südwestlich der Stadt. Ratburi ( Ratchapuri) 120 km südwestlich von Bangkok. Die Stadt lag um die Zeitenwende am Golf von Siam, von dem es heute, infolge von Landanschwemmung schlammführender Flüsse 30 km entfernt ist. Im Wat Mahathat existieren noch Wandmalereien aus der Ayuthya-Periode (15. Jh.). Sie haben in Anbetracht der wenigen, noch erhaltenen frühen Tempelfresken Seltenheitswert. 1961 entdeckte man im 10 km entfernten Kubua eine bedeutende kulturhistorische Fundstätte: Zahlreiche Tempel und weitere Kultbauten aus der Suwarinabhumi- und Dvaravati-Periode (vor 1000 n. Chr.) wurden freigelegt. Von der Straße nach Ratburi führt ein Abzweig nach Damnoen Saduak, zum Schwimmenden Markt (Floating Market), 100 km südwestlich von Bangkok. Von Damnoen Saduak aus können Boote für die Fahrt durch die
malerischen Kanäle gechartert werden. Neben den Marktfrauen in ihren mit Obst und Gemüse beladenen Booten bestimmen Souvenirhändler und Touristen das Bild Biegt man auf der Rückfahrt nach Bangkok hinter Ratburi rechts ab, führt die Straße Nr. 35 in der Nähe von Samut Songkhram an großen Sahnen vorbei. Hier wird Salz gewonnen: Mit Hilfe zahlreicher Windmühlen wird Salzwasser auf die Felder gepumpt, wo es verdunstet und schneeweiße Flächen hinterläßt.

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