Kamphaeng Phet 358 km nördlich von Bangkok am östli- chen Ufer des Ping-Flusses gelegen, ist die Stadt über den Highway Nr. 1 zu erreichen. Von ihrer Bedeutung zur Sukhothai-Zeit (13./14. Jh.) zeugen die beachtlichen Überreste von Tempeln und Festungsanlagen. Sehenswert sind innerhalb der teilweise noch gut erhaltenen Stadtbefestigung der Wat Phra Keo und das nahe gelegene Museum sowie nördlich der Stadt Wat Chang Rop, Wat Phra Si Iryabot und andere Tempelruinen. Weiter in Richtung Nordwesten gelangt man über den Highway Nr. 1 nach Tak, 423 km von Bangkok entfernt. Die Stadt ist Geburtsort des König Taksin. 60 km nördlich von Tak wurde durch den Bhumibol-( Yanhee-)Staudamm ein über 150 km langer, künstlicher See aufgestaut. Er ist für die Wasserregulierung und Elektrizitätsversorgung von großer Bedeutung. Über die Straße Nr. 12 nach Osten kommt man nach Sukhothal. Die Stadt (24 000 Einw.) liegt 440 km nördlich von Bangkok und 300 km südlich von Chiang Mai. Das alte Sukhothai, das 11 km westlich der neuen Stadt lag, war von 1238 bis 1350 die Wiege des späteren Staates. Unter Rama Kamhaeng (1275 — 1317) entstand hier die religiös- kulturellpolitische Grundlage Siams. Rama Kamhaeng schuf aus dem Nichts eine neue, abgrenzbare Volks- gemeinschaft. Vereinfacht dargestellt geschah das auf folgende Weise: Der Fürst nahm das Verwaltungs- und Staatswesen der Khmer, die handwerklichen Erfahrungen Chinas, den Religionsbegriff Ceylons und die Kunstauffassung der Inder und entwickelte daraus den klassischen Thai- Stil. Die Stadtanlage, die einen Eindruck vom Glanz der einstigen Residenz vermittelt, läßt in Konzept und Baumaterial (Ziegeln, Latent) das Khmer-Vorbild erkennen. Wat Mahathat enthält Kunstwerke der
Sukhothai-Periode. Vom Wat Sra Sri auf einer Insel blieb außer dem glockenförmigen Chedi ein Vihara mit einer großen Buddhastatue erhalten. Nördlich der Stadtmauer liegt
Wat Phra Phai Luang, ein früheres Khmer-Heiligtum. Etwas weiter westlich steht der quadratische Mondhop des Wat Sri Chum, der fast völlig von der 15 m hohen Buddhastatue eingenommen wird. Innerhalb der Mauer führt ein schmaler Gang, dessen Wände Darstel- lungen der Jataka-Legende zieren, zum Dach hinauf. In den Bergen westlich der Stadt liegen
Wat Chetupon und Wat Phra Bath Noi.

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