Von Nakhon Nayok führt eine Straße nach Nordwesten zum Highway Nr. 1, der in Richtung Norden nach Saraburi führt. Der Highway beginnt in Bangkok; vom Northern Bus Terminal fahren ab Bangkok auch Busse nach Saraburi, Züge in Richtung Ubon halten in Saraburi. Kurz vor Saraburi, bei km 103 (ab Bang- kok), führt rechts eine Straße zum Phra Buddha Chai, dem „Tempel zum Schatten des Buddha” (5 km), ab. Der malerisch auf einer Anhöhe gelegene Tempel bewahrt einen von Buddha selbst verfertigten Schattenriß seiner Person, der vor allem am Maha Buja-Fest von Tausenden von Pilgern besucht wird. Knapp vor der Einfahrt in Saraburi, 108 km von Bangkok, zweigt der Friendship Highway Nr. 2 nach Nakhon
Ratchasima (Korat) ab. Die Phahol Yothin Road hingegen führt quer durch das Städtchen Saraburi weiter nach Norden. Bei km 124 befindet sich der Botanische Garten Pu Pae, ein wahres Paradies von tropischen Bäumen, Sträuchern und Blumen. Vor km 137 liegt rechter Hand auf einer Anhöhe Wat Buddhapad, der „Tempel zum Fußabdruck des Buddha”. Nach der Überlieferung wurde die überdimensionale Fußspur Buddhas durch einen Jäger entdeckt, der einem waidwunden Reh nachspürte, das plötzlich aus einem Gehölz geheilt hervorsprang. Der Jäger fand eine kleine Wasserpfütze in Form eines — aller- dings sehr großen — Menschenfußes. Als er seine Hände ins Wasser tauchte, wurde der an einer
Hauterkrankung Leidende sofort gesund. König Chao Songhdam (1623 —1671) ließ die erste Kultstätte über dem — von den buddhistischen Autoritäten anerkannten — Wunderzeichen erbauen. Als Pilgerscharen mit wertvollen Opfergaben herbeiströmten, kam es zu kostspieligen Zubauten und Ausschmückungen. Nach der Brandschatzung durch die Birmanen (1766) erfolgte unter Rama I. der Wiederaufbau und in jüngster Zeit die Renovierung zu altem Glanz. Ein Treppenaufgang, dessen Geländer mit fünfköpfigen Nagaschlangen geschmückt sind, führt zum Mondhop. Dies ist ein rechteckiger Pavillon, den ein Peristyl von 20 schlanken Säulen umgibt. Das kegelförmige Dach läuft in eine Spitze mit goldenem Schirm aus. Das harmonische Bauwerk erstrahlt in blaugoldenem Schmuck. Kleine Glöckchen am Dachfirst geben einen silbrigen Ton. Die herrlichen, mit Perlmutt intarsierten Tore ließ König Boramakot (1732— 60) anfertigen. Im Inneren befindet sich der Fußabdruck Buddhas, von Münzen, Goldplättchen und Geldscheinen völlig bedeckt. Eine kostbare Silber-Matte schmückt den Boden. In anderen Gebäuden werden Kultgegenstände, Gewänder und Geschenke ausgestellt. Im Vihara Klang wechseln die besuchenden Könige vor Zeremonien ihren Ornat. Am Berg beherbergt der Chinesische Vihara eine Anzahl hinduistischer Gottheiten.

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