Im Dorf werden Holzschnitzereien und bunt bemalte Sonnenschirme und Fächer aus Papier und Seide hergestellt. Man kann die Handwerker bei ihrer Arbeit unter freiem Himmel beobachten. Aus dem Nachbardorf Ban Kamphaeng, 4 km hinter Bor Sang, kommen die besten Seiden- und Baumwollstoffe. Entlang der Hauptstraße werden die grellbunten Stoffe verkauft, die hier und in den umliegenden Orten in wochenlanger Arbeit gesponnen, gefärbt und gewebt werden. Wat Phra Nawn liegt 8 km nördlich von Chiang Mai und zeigt einen großen Liegenden Buddha. Lampoon 26 km südlich. Die Straße führt durch Reis- und Sojabohnenfelder, die zweimal jährlich abgeerntet werden. Bei km 9 erreicht man das Dorf Sarapee, die einstige Residenz König Mengrais (vor der Gründung Chiang  Mais). An der Provinzgrenze (km 15) stehen eine Anzahl birmanischer Chedis; je mehr man sich der Stadt
nähert, desto zahlreicher werden die Obstgärten, in denen Lamyai-Bäume mit dichtem Geäst stehen. Der Überlieferung nach wurde Lampoon 660 von Suthepa Reussi in Form einer Seemuschel angelegt.  Der Eremit nannte sie Haripoonchai, und die erste Herrscherin über diese Stadt war Chamadewi, die Tochter des Königs von Lopburi. Die fromme Prinzessin brachte eine kostbare Buddhastatue aus Lopburi mit und gründete zahlreiche Klöster. Das Mon-Fürstentum hatte 49 unabhängige Herrscher und geriet erst 1281 durch List in die Hände Mengrais, der es ins Königreich Lanna Thai einbezog. Damals brannte die ganze Stadt, mit Ausnahme einiger Kultstätten, nieder. Im 14. Jahrhundert gewann auch hier der ceylonesische Therawada-Buddhismus, den der Mönch Sumana propagierte, die Oberhand über den Mahayana-Glauben der Mon. Zwischen 1556 und 1775 stand die Stadt Haripoonchai unter birmanischer Oberhoheit. Der Name wurde später in Lampoonchai und sodann in Lampoon geändert. Die Straße Nr. 106 von Chiang Mai führt direkt zur Rückseite der Hauptsehenswürdigkeit, zum Wat Phra That Haripoonchai, das auf die Mon-Ara  zurückgeht und zu den ältesten Kultstätten Thailands gehört (7. Jh.). Chamadewi legte hier einen
Palast und den dazu gehörenden Königstempel an. In verschiedenen Bauphasen (13. Jh., 15. Jh. und 16. Jh.) wurde der Chedi auf 51 m Höhe gebracht. Er besteht aus einem Laterit-Kern, den ein Ziegelbau umgibt. Die äußerste Schicht besteht aus vergoldeten Kufperplatten. In einem kleinen Vihara befinden sich Palmblatt-Manuskripte und Fußabdrücke Buddhas. Ein Museum auf der gegenüberliegenden Straßenseite zeigt Steininschriften aus Nordthailand und Buddhastatuen, die aus der Zeit der Mon-Herrscher stammen. Wat Phra Yun wurde 1369 von König Kuno für den aus Sukhothai berufenen Mönch Sumana erbaut. Ein großer Chedi steigt von einer quadratischen Basis pyra- midenförmig auf. Eine Sandstein-Inschrift in Pali und Thai gibt wertvolle Hinweise auf die Regierungszeit König Kunas (1355-85). Wat Chamadewi oder Wat Kukut hat die Form einer fünfstufigen Pyramide, mit 15 Buddhastatuen an jeder der vier Seiten. Ein moderner, weißer Chedi enthält die Asche Wichais, der 1941 verstarb. Etwa 8 km südwestlich Lampoons kommt man zur Ortschaft Pasang, in de- ren Umgebung an etwa 2000 Handwebstühlen die begehrten Thai-Baumwollstoffe hergestellt werden. Wat Haripoonchai Lampang 100 km südöstlich. In der einstigen Mon-Residenz sind nur noch Reste der Altstadt erhalten, u. a. ein achteckiger Ziegelturm. Sehenswert ist das befestigte Kloster Wat Phra That Lampang Luang (15 km südwestlich von
Lampang und 2,5 km nördlich von Ko Kha).

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