Die Bezirkshauptstadt Karangasem wurde 1963, nach dem gewaltigen Vulkanausbruch des Gunung Agung, in Amlapura umbenannt, weil der alte Name als schlechtes Omen galt und man hoffte, mit dem neuen Namen die Dämonen abzulenken. Der Distrikt im Osten war einst Zentrum eines bedeutenden Fürstendums. Die Bewohner sind Moslems, daher finden sich in diesem Teil Balis Moscheen. Sehenswert ist in Amlapura der Palast, einer der schönsten Fürstenhöfe der Insel. Einige Gebäude sind noch bewohnt, die übrigen können besichtigt werden. Ende des 19.Jhr von Anak Agung Gede Zelantik erbaut, weist er balinesische, chenische und europäische Stilelemente auf. Der letzte Rajah von Karangasem liebte Wasserschlösser und ließ 1921 am Meer, 4 Km südlich von Amlapura, den Wasserpalast Ujung bauen. Vulkanausbruch und Erdbeben ließen nur Mauerreste übrig; sie haben einen eigenen, ganz besonderen Reiz. Diese schloßruine ist unbedingt sehenswert. Man kann dort bestimmt eine stunde lustwandeln, ohne sich zu langweilen. Ein weiterer Palast liegt 5 km nördlich von Amlapura, Tirtagangga, heiliges Wasser vom Ganges. Er wurde 1947 als Erholungsplatz mit mehreren Wasserbecken erbaut; ein mit Skulpturen geschmücktes Becken wird heute noch als Badeplatz genutzt. Tirtagangga, in den Bergen gelegen und von Reisfeldern umgeben, hat ein kühleres Klima als die Orte in den Niederungen und verlockt den Besucher, dort einige Tage zu verweilen.

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