Schwer zu glauben, aber wahr: Nordfriesland verdankt seine Existenz — ebenso wie ganz Schleswig-Holstein
und der größte Teil der norddeutschen Tiefebene — dem geologisch gesehen gar nicht so weit zurückliegenden Eis-
zeitalter. Ohne die Kraft mächtiger, von Skandinavien bis in den Nordseeraum vordrängender Gletscher, die
Schuttablagerungen (sogenannte Moränen) von mehreren hundert Metern Mächtigkeit hinterließen, läge der nördlichste Teil [...]
Eher »wenig los« ist dagegen in Braderup. Fast könnte man sagen, dort habe sich herzlich wenig geändert im Verlauf der letzten Jahrhunderte. Im Vergleich zu manchen anderen Inselorten wäre das auch gar nicht so falsch. Man würde Braderup mit dieser Bewertung aber keineswegs gerecht.
Nach der gleichen Zählweise registrierte man im Jahre 1865 tausend Badegäste — vor allem aus Berlin und aus Österreich-Ungarn, wohl eine Auswirkung der damaligen Waffenbrüderschaft im Krieg gegen Dänemark — und 1892 7092— für damalige Verhältnisse eine zweifellos überwältigende Entwicklung.
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Daß die Sylter Bevölkerung von den Hedigern oder Westerländern möglicherweise nicht allzuviel hielt, könnte auch aus der Bemerkung des Inselchronisten C. P. Hansen geschlossen werden,
Im äußersten Süden der Insel steht das besonders stark gefährdete Gebiet Hörnum-Odde seit 1972 unter Naturschutz. Von der ursprünglichen Größe von 157 Hektar sind in der Zwischenzeit allerdings große Teile dem Meer zum Opfer gefallen. Dieser Inselteil hat in den letzten Jahren die erheblichsten Substanzverluste zu beklagen gehabt, und seit 1976 brach die stürmische See [...]
Als die Bestände dann so ausgedünnt waren, daß mit der damaligen Technik ein wirtschaftlicher Fang nicht mehr möglich war, wandten sich die Sylter Seefahrer der Handelsschiffahrt zu, die für weitere 50 bis 60 Jahre einen nicht unbeträchtlichen Wohlstand ermöglichte. Während die Männer zur See fuhren, führten die Frauen zu Hause die Landwirtschaft. Obwohl das Schulwesen [...]
Nicht eindeutig läßt sich aus Grabfunden schließen, ob Sylt in der Bronzezeit einen beträchtlichen Baumbestand hatte. Bis in die mittlere Bronzezeit wurden Steinkisten als Särge verwandt, daneben aber bald ausgehöhlte Stämme, später auch aus Bohlen gefertigte Särge.
Continue reading about In der Bronzezeit wuchsen angeblich auf Sylt Bäume
Dieser Hinweis zeigt eigentlich, daß man den Ur-Syltern keineswegs den Vorwurf machen kann, sie hätten sich geradezu gierig auf die neue Erwerbsquelle Fremdenverkehr gestürzt. Ein Kapitän namens Clemenz wünschte sich sogar einige Haifische herbei, um »dem Spuk ein schnelles Ende« zu machen.
Continue reading about das Sylter Seebad hatte immer schon Gegner
Heute ist allerdings schon ein Zustand erreicht, der die Frage provoziert, ob sich wirksamer Naturschutz in vielen Fällen überhaupt noch praktizieren läßt, ohne die persönlichen Freiräume vieler Menschen empfindlich einzuschränken. Die Insel Sylt ist dafür in vielfältiger Hinsicht ein warnendes Beispiel. Wer die Dokumentation der heftigen Auseinandersetzungen der letzten Jahrzehnte analysiert, die ökologische Auswirkungen ökonomischer [...]
Continue reading about Sind die Menschen Intelligent genugt für Naturschutz in Sylt
Die beiden wichtigsten Grundprobleme — der gelegentliche Verlust von Kliffküste und Dünensubstanz durch extreme Sturmfluten und der ständige Strandabbau bleiben jedoch weiterhin ungelöst und beschäftigen Wissenschaftler und Techniker in aller Welt.